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Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

Dörte Suhling

Teil des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe

Die Elbe und die Auenlandschaft des Flusses als eine der letzten naturnahen Flusslandschaften Mitteleuropas mit einer Vielzahl von Lebensräumen versprechen zu jeder Jahreszeit beeindruckende Naturerlebnisse. Als Paradies für Vögel, Lurche, Biber und andere Tiere, als Geheimtipp für alle, die unberührte Natur individuell oder geführt erleben wollen, wegen des Fischreichtums als wahres Eldorado für Angler oder als Zeugnis verschiedener, historisch gewachsener Siedlungen, wie z. B. die Runddörfer des Wendlandes oder das Fachwerkstädtchen Hitzacker ist die Flusslandschaft Elbe einfach einzigartig.

Blau-grünes Band in fünf Bundesländern

Als mäandrierendes blaues Band mit breiten grünen Randbereichen schlängelt sich der Fluss mit der ausgebildeten typischen Auenlandschaft durch die Landschaft und bildet ein 3750 Quadratkilometer großes Landschaftsschutzgebiet, das fünf Bundesländer umfasst: Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Im Jahr 1997 wurde das Gebiet aufgrund seiner vielfältigen Naturräume von der UNESCO als „Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe“ anerkannt.

Lange lagen die Elbtalauen im Schatten der innerdeutschen Grenze. Heute lässt sich das Biosphärenreservat auf vielen Wegen erkunden, so beispielsweise über den Vierländergrenzradweg zwischen Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen, der als Teil des internationalen Elberadweges für jedermann nutzbar ist.

Deicherneuerung und Deichrückbau in Brandenburg

Burggarten des Besucherzentrums Burg Lenzen
Burggarten des Besucherzentrums Burg Lenzen

Radfreunde in Brandenburg haben stellenweise sogar die Wahl, ob sie die unberührte Natur der Elbe und ihrer Überschwemmungsgebiete auf dem alten oder dem neuen Deich erkunden wollen. Der neue Deich wurde zwischen 2005 und 2008 im Bereich zwischen Rodderang Brack und Lenzen auf etwa 1,3 Kilometer weiter landeinwärts errichtet.

Nach der Fertigstellung des neuen Deichabschnittes wurde der alte Deich an sechs Stellen auf einer Breite von jeweils ca. 400 Metern geöffnet. Damit soll die natürliche Verbindung zwischen Fluss und Aue wiederhergestellt werden, um die natürlichen Bedingungen in die lange Zeit von Überschwemmung abgeschnittenen Auenlandschaftsbereiche wieder zurückzubringen. Diese renaturierten Elbauengebiete bilden neue Lebensbereiche für seltene Tier- und Pflanzenarten.

Von Wasser aus mit dem Fernglas

Aber auch vom Wasser aus lassen sich die Fluss- und Auengebiete der Elbe sehr gut entdecken. Individuell oder im Rahmen spezieller Führungen können Besucher in den Uferbereichen des Flusses bis zu 150 verschiedenen Vogelarten mit dem Fernglas oder dem bloßen Auge beobachten. Darunter finden sich viele seltene oder auch gefährdete Arten wie Wachtelkönig oder Kranich, aber mit Saat- oder Blässgänsen, Sing- oder Zwergschwänen sowie verschiedenen Sägerarten auch über 100 Zugvogelarten. Vor vielen Jahren sind die Elbauen die Heimat für Weißstörche geworden. Allein in Niedersachsen beispielsweise brütet hier rund ein Drittel aller Weißstörche.

Aber auch andere Tier- und Pflanzenarten sind in den naturnahen Bereichen der Elbtalauen zu Hause. Dazu zählen u. a. verschiedene Lurch- und Froscharten, Fledermäuse und Fischotter. Der Elbbiber, der im 19. Jahrhundert schon als ausgestorben galt, ist seit Öffnung der deutsch-deutschen Grenze 1990 in den Elbtalauen wieder zu Hause.

NaturPoesieGarten
NaturPoesieGarten

Neben der ausgesprochen eindrucksvollen Tierwelt ist in den Auenwäldern der Elbe auch eine interessante Flora anzutreffen. So gehört u. a. die Doldige Schwanenblume, ein zwischen 60 Zentimetern bis zu 1,2 Metern hohes Wasserlieschgewächs mit hell- bis dunkelrotfarbigen Blütendolden, zu den auffälligsten Blühpflanzen. Über den Schiffsverkehr sind aber auch zahlreiche nichtheimische Pflanzenarten eingeschleppt worden. So wurde z. B. das aus dem nördlichen Amerika stammende Große Büchsenkraut, ein für Überschwemmungsgebiete typisches Gewächs, Mitte der 1960er-Jahre erstmals im Gebiet der Elbtalauen nachgewiesen.

Biosphaerium Elbtalaue

Wer sich nach dem Naturerlebnis noch näher mit dem Phänomen Flusslandschaft beschäftigen will, ist im Biosphaerium Elbtalaue genau richtig. Das im Schloss Bleckede in der gleichnamigen niedersächsischen Stadt direkt an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern gelegene Informationszentrum hält für Besucher eine multimedial aufbereitete Ausstellung bereit, die auf einer Fläche von etwa 1 000 Quadratmetern einen Einblick in das Naturabenteuer Flusslandschaft Elbtalaue gibt.

So lässt sich im Biosphaerium beispielsweise in einer einzigartigen Aquarienlandschaft die Unterwasserwelt des Flusses Elbe mit Elbfischen und Muscheln sowie Wasserpflanzen erleben oder eine bewohnte Burg des hier ansässigen Elbbibers hautnah beobachten.

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Bildquellen:

Vorschaubild, Vom Elbwasser umströmte Weide im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg Von Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe - Brandenburg - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=57...

Burggarten des Besucherzentrums Burg Lenzen Von Burg Lenzen, Dieter Damschen - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60...

NaturPoesieGarten Von Burg Lenzen, Ralf Häfke - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=60...

Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg

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