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Florian Russi
Die Irrfahrten des Herrn Müller II
Eine moderne Odyssee

Daniel Müller ist ein aufstrebender junger Möbelkaufmann. Er hat eine Freundin, doch auch eine Kundin seiner Firma versucht ihn zu gewinnen. Als Daniel sie ermordet auffindet, spricht alles dafür, dass er der Mörder ist. Er gerät in Panik und flieht, fährt zum Flughafen und bucht den nächsten Flug ins Ausland. Im Flugzeug entdeckt ihn eine nymphomanisch veranlagte Prinzessin: Sie versteckt ihn in ihrem Schloss. Während Zielfahnder der Polizei ihm auf den Fersen sind, erlebt Daniel immer neue Abenteuer und Überraschungen …


Kreisstadt Herzberg

Kreisstadt Herzberg

Mirko Michael / Mauersberger Lemke

Die Kreisstadt Herzberg (Stadt 7.780 Einwohner, Gemeinde insgesamt mit Ortsteilen 10.155 Einwohner) liegt in einer Niederung der Schwarzen Elster am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B101 Berlin-Dresden und B87 Frankfurt (Oder) - Leipzig. In grauer Vorzeit befand sich hier wohl eine Kaufmannssiedlung, in deren Nähe die Grafen von Brehna, sächsischer Uradel, eine Burg erbauten und eine Münzstätte betrieben. Die Kaufmannssiedlung wurde zur Keimzelle der Stadt, die 1239 als oppidum (Städtlein), knapp vierzig Jahre später als Civitas 1271 (Stadt mit Stadtrecht) bezeichnet, zu dieser Zeit bereits mit einer Mauer umgeben war. Spätestens 1423 erhielten die Handwerker nach langjährigen Auseinandersetzungen mit dem Patriziat eine Beteiligung am Rat, der - dies stellte eine demokratische Form dar - bereits 1416 durch einen Großen Bürgerausschuss kontrolliert wurde. 1467 erwarb der Rat die Obergerichte. Im 13. Jahrhundert siedelten sich Franziskaner an, deren Kloster von Augustinern übernommen du ab 1522 aufgelöst wurde. Tuchmacherei und Töpferei hatten einen besondere Stellung, erbrachten so hohe Gewinne, dass Herzberg nicht nur (1476) Grundherrschaft erwerben, sondern um 1350 eine große Backsteinhallenkirche, St. Marien, erbauen konnte. 1538 trat in der Herzberger Lateinschule eine von Philipp Melanchthon verfasste neue Schulordnung in Kraft, die auch von andern Städten in Sachsen übernommen wurde. 1290 war die Stadt an das Herzogtum Sachsen-Wittenberg übergegangen. Mit diesem wurde es 1423 wettinisch-kursächsisch und blieb es, bis die Lausitz 1815 Preußen angeschlossen wurde.

 

1816 nahm die Verwaltung des preußischen Kreises Schweinitz hier ihren Sitz. 1834 zählte Herzberg 2.672 Einwohner. In den Jahren 1845 bis 1848 wurde erstmalig eine schnelle Verbindung zwischen Berlin und Dresden mit dem Bau einer Eisenbahnlinie geschaffen (Bahnhof Herzberg West, 3 km westlich der Stadt). Erst 1898 erhielt die Stadt einen direkten Bahnanschluss im Stadtzentrum (Stadtbahnhof). Trotz Industrialisierung (1863 Landmaschinenbau; 1881 Kartoffelstärkefabrik; 1900 Fabriken für chemische Produkte und Armaturen) hielt sich ein handwerklicher Hauptzweig, die Schuhmacherei: 1888 arbeiteten 148 Meister und 27 Lehrlinge in der Stadt. Nach 1945 kamen zu der genannten die Produktion von Lebensmitteln, Kraftfutter und Baubedarf hinzu.

Das Städtchen besitzt eine Sternwarte und ein Kleinplanetarium, hat eine verhältnismäßig große Bibliothek sowie mehre Schulen und Bildungseinrichtungen.
Der historische Stadtkern wird geprägt von der Pfarrkirche St. Marien (14. Jahrhundert), einem gotischen Backsteinbau mit interessanten Deckenfresken (15. Jahrhundert) und dem Rathaus der Spätrenaissance (1616 eingeweiht).


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entnommen aus dem Buch „Das Bundesland Brandenburg", Rita Dadder Verlag 1992 / Überarbeitung des Textes durch den Stadtchronisten Mirko Mauersberger im April 2010
Bilder und Bildnachweise: Stadtverwaltung Herzberg
Rathaus Herzberg; Quelle: Stadt Herzberg
Büste Philipp Melanchthon; Quelle: Stadt Herzberg
St. Marien Kirche ; Quelle: Stadt Herzberg

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