Brandenburg Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.brandenburg-lese.de
Unser Leseangebot

Kurt Wünsch

Wie ich Mitglied des Vereins zur Förderung der Vernunft wurde
Erzählungen

Geschichten und Bilder – natürlich hat Kurt Wünsch nicht selbst zum Pinsel gegriffen, sondern zwanzig hallesche Maler gebeten, eine Geschichte von ihm zu illustrieren. So entstand ganz nebenbei ein, natürlich vollkommen unvollständiges, Lexikon der halleschen bildenden Künstler. Von Wünschs erster Geschichte, 1958 in der Zeitung »Der Neue Weg« gedruckt, bis zu den Texten der unmittelbaren Gegenwart sammelt dieses Buch amüsante, skurrile und manchmal auch ein wenig surreale Geschichten, die sich genauso, also jedenfalls würde das ihr Verfasser stets behaupten, zugetragen haben.

Lauchhammer Relikte

Lauchhammer Relikte

Almut Philipp

Wind und Wannen

Die riesigen liegenden Rotorblätter der Windräder mit ihren roten Spitzen sind in Lauchhammer-Süd nicht zu übersehen. Im Windpark im nahen Klettwitz „lernen“ sie das aufrechte Stehen. Neue Energien haben das einst von Kohlenstaub und Ruß geplagte Lauchhammer langsam in eine grüne Stadt verwandelt. Tagebaue, Kokereien und Brikettfabriken verschwinden, Plessa ist heute Erlebnis-Kraftwerk und an den einstigen Tagebau „Plessa-Lauch“ erinnert der Badesee „Grünewalder Lauch“ nur entfernt. Bergbau und Industrie prägen die Region schon ab 1725, seit der Gründung des Eisenwerkes Lauchhammer. Die Stadt an der Schwarzen Elster, 1953 aus den Gemeinden Bockwitz, Mückenberg, Dolsthaida und Lauchhammer gebildet, kommt namentlich aus dem Sumpf. Weiter auf der Suche nach dem Ortszentrum – der grünen Mitte – führt uns die Fahrt eine mit jungen Eichen gesäumte Allee entlang, die den schönen, klangvollen Namen „An der Badewannengießerei“ trägt.

Tatsächlich wurde ab 1965 im VEB Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk so etwa alle neunzig Sekunden eine gusseiserne Badewanne produziert – heute sind sie zumeist aus Acryl. Doch diese Straße hat noch viel mehr zu bieten, etwas für Kenner: Eben hier stand der Tragmast der ersten 110-kV-Doppelfreileitung Europas von Lauchhammer nach Riesa, die am 24. Januar 1912 in Betrieb genommen wurde. Bei Lauchhammer gab es Kohle und Strom, in Riesa das Stahlwerk. Es gibt noch mehr zu entdecken. Die Arbeiter-Kolonie „Grundhof“, die Biotürme, die Nikolaikirche aus dem 15. Jahrhundert und natürlich das Kunstgussmuseum.

Touristinformation der Stadt Lauchhammer

Liebeswerdaer Straße 69

01979 Lauchhammer

Tel.: 03574 / 4880

www.lauchhammer.de


*****

Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Großräschener See
von Almut Philipp
MEHR
Kloster Neuzelle
von Almut Philipp
MEHR
Barnimer Land
von Dörte Suhling
MEHR

Lauchhammer Relikte

Liebenwerdaer Str. 69
01979 Lauchhammer

Detailansicht / Route planen