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Eberhard Klöppel

Das Mansfelder Land 1974–1989
Bildband
Mit einem Text von Michael Birkner

Kaum ein Bildreporter hat so intensiv das Geschehen im Mansfelder Land beobachtet wie Eberhard Klöppel. Er begann schon früh zu fotografieren. In seinem Archiv gibt es Tausende Fotos vom Leben in seiner Heimat. Aber wichtigstes Thema waren für ihn Bergbau und Hütten – und vor allem die Menschen, die dort arbeiteten.

Klöppels Fotos zeigen nicht die vermeintliche Tristesse und Resignation, sondern vermitteln Leben. Nie agiert er als Regisseur, sondern konsequent als Beobachter, als Dokumentarist seiner Zeit. Er zeigt, wie es war in diesen Jahren im Mansfelder Land: Ob es der Umzug der Ausgezeichneten am 1. Mai ist, die Hochzeit mit Dreimannkapelle und den tanzenden Gästen, der von Frauen in Kittelschürzen umringte Kosmonaut Sigmund Jähn bei der Autogrammstunde, das Leben in der Mittelstraße in Helbra, das »Dreckschweinfest« der Grunddörfer zu Pfingsten oder auch der Wiesenmarkt in Eisleben.

Gartenstadt Marga in Senftenberg

Gartenstadt Marga in Senftenberg

Almut Philipp

Comeback der Gartenstadt

Unversehens stehen wir auf einem rechteckigen Marktplatz, dem zentralen Platz der Gartenstadt Marga, der von der Zufahrt nach Senftenberg zerschnitten wird. Werkssiedlungen sind uns in der Lausitz schon andernorts begegnet: in Annahütte die Glasarbeitersiedlung und die Arbeitersiedlung Werminghoff in Knappenrode, die für die Arbeiter und Beamten der Glashütte und Eintracht Braunkohlenwerke und Brikettfabriken AG errichtet wurden. Die Gartenstadt Marga im Stadtteil Brieske hebt sich da ein wenig ab. Nach den Entwürfen von Georg Heinsius von Mayenburg wurde sie von 1907 bis 1915 als Werkssiedlung der Ilse-Bergbau-AG gebaut.

Die Idee der „Garden City“, Arbeiten und gesundes Leben, erfand der britische Stadtplaner Ebenezer Howard Ende des 19. Jahrhunderts in Anlehnung an Ideen von Theodor Fritsch. Die autarken Siedlungen mit eigener Infrastruktur sollten sich über einen Grüngürtel selbst versorgen können. Marga, mit Bezug zur Dresdner Reformarchitektur der Jahrhundertwende und mit Elementen des späteren Jugendstils gebaut, hat einen kreisförmigen Grundriss. Jedes Haus ist anders gestaltet, Vor- und Mietergärten, kleine Mauern und Plätze, der Margahof mit Läden und das Gast- und Kulturhaus „Kaiserkrone“ sind erhalten, alles wurde inzwischen aufwendig restauriert. Besucher des Lausitzer Seenlandes sollen hier lausitztypisches Handwerk, Kunstgewerbe und die kleinen gastronomischen Einrichtungen nutzen. Die Brikettfabrik jedoch existiert nicht mehr, nur einige denkmalgeschützte Reste gibt es noch.

Adresse und Kontakt

Franz-Mehring-Straße 1

01968 Senftenberg

Tel.: 03573 / 1499010

https://www.senftenberg.de/B%C3%BCrger/Stadtportrait/Ortsteile/Brieske-Brjazki/Start

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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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