Brandenburg-Lese

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Radu Țuculescu

Metzgerei Kennedy
Roman
Aus dem Rumänischen von Peter Groth

Im Städtchen Untermond in Siebenbürgen ist für Montagmorgen die Eröffnung eines Geschäfts angekündigt. Nichts Besonderes, wäre da nicht dieser ungewöhnliche Name: »Metzgerei Kennedy«. Doch ehe es so weit ist, kommt es in den drei Tagen und Nächten zuvor zu einer Reihe verwirrender Ereignisse. Dem Leser begegnen merkwürdige Gestalten, liebenswerte, lustige, ernsthafte. Pummelige Engel, Glühwürmchen, rote Teufelchen, Vampirmücken und Störche, die von einem Land träumen, in dem es Frösche regnet. Und manch einer in Untermond stellt sich die Frage: »Wer ist eigentlich dieser Kennedy?« Und die Engelchen zucken mit den Schultern, gleichgültig gegenüber den großen Problemen der Menschheit … Ein burlesker Roman mit dramatischen Seiten und solchen, die einen immer wieder zum Lachen bringen.

Böhmisches Weberfest

Böhmisches Weberfest

Andreas Jüttemann

Die böhmische Seite Potsdams

Im Jahre 1750 forderte Friedrich II. den Bau eines Dorfes namens „Nowawes“ (ursprünglich aus dem Tschechischen, übersetzt heißt es Neuendorf) für Handwerker aus Böhmen. Hauptsächlich um einwandernde Weber und Spinner bemühte sich der König. 1767 werden in dem schon auf über eintausend Einwohner angewachsenen Dorf 228 böhmische Bürger verzeichnet. Erst 1907 wurden das deutsche Dorf „Neuendorf“ und das böhmische Dorf zu einem gemeinsamen Ort namens Nowawes vereinigt. Übrigens entstand auch der Berliner Bezirk Neukölln aus einer böhmischen und einer deutschen Gemeinde – aber das nur am Rande. Der Name Nowawes hatte jedoch nicht lange Bestand. Die Nazis versuchten, sämtliche slawisch klingenden Ortsnamen östlich der Elbe von der Landkarte zu tilgen, und so gaben sie dem Dorf den Kunstnamen „Babelsberg“. Die böhmische Kultur war zu dieser Zeit aber ohnehin nicht mehr allgegenwärtig. Erst ab 1993 wurde das „1. Böhmische Weberfest“ veranstaltet und wieder an die Geschichte der „Ureinwohner“ Babelsbergs angeknüpft. Drei Tage im Juni bevölkern Kunsthandwerker und Artisten, nicht nur aus Potsdam, sondern auch aus der heute zu Tschechien gehörenden Region Böhmen, den dörflich anmutenden Weberplatz. In Babelsberg kümmert sich außerdem der „Förderkreis Böhmisches Dorf“ seit 1992 um die böhmische Geschichte Babelsbergs.

Weitere Informationen:

Böhmisches Weberfest

Weberplatz

14482 Potsdam-Babelsberg

Tel.: 0331 / 707059

(Förderkreis Böhmisches Dorf)

Internetauftritt: https://www.facebook.com/Weberfest

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Bild- und Textquelle:

Jüttemann, Andreas: Potsdam: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, 2015, Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale)

Böhmisches Weberfest

Weberplatz
14482 Potsdam-Babelsberg

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