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Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Französische Kirche Potsdam

Französische Kirche Potsdam

Andreas Jüttemann

Die französische Seite Potsdams

Vor allem die Hugenotten, protestantische Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, denen der Große Kurfürst 1685 in Potsdam Zuflucht anbot, prägten das Bild des französischen Potsdams. Das markanteste Bauwerk der Einwanderer ist sicherlich die französische Kirche am Bassinplatz: Sie wurde im Jahre 1753 eröffnet und ist heute das älteste Kirchenbauwerk der Stadt. Ihr Vorbild war das Pantheon in Rom. Architekt der Kirche war der Holländer Jan Bouman. Die Kirche ist nach einem schweren Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg das letzte Überbleibsel des französischen Viertels, das sich rund um den Bassinplatz bis zum heutigen Platz der Einheit erstreckte. In den letzten Jahren lebte der Name „Französisches Viertel“ bei einem Neubauprojekt wieder auf.

Auch der Name Sanssouci weist auf die Frankophilie des Potsdamer Hofes hin. In besseren Kreisen jener Zeit wurde natürlich nur französisch „parliert“. Und der Hofschriftsteller Voltaire, der aus Paris im Jahre 1750 an den Potsdamer Hof kam, gilt als einer der einflussreichsten Lyriker der europäischen Aufklärung. Nach Potsdam kamen viele französische Autoren. Die Freundschaft zwischen Friedrich dem Großen und Voltaire hielt aber nicht lange, schon ein Jahr später zog Voltaire nach Berlin um.

Heute findet sich französische Lebensart in Potsdam vor allem im gastronomischen Bereich wieder: „Restaurant Juliette“, „Maison Charlotte“, „Crèperie de la Madeleine“ oder „Petite Pauline“ – so heißen vier französische Einkehrmöglichkeiten des Gastronomen Ralph Junick.

Weitere Informationen:

Französische Kirche

Charlottenstraße

14467 Potsdam

Tel.: 0331 / 291219

Internetauftritt: www.reformiert-potsdam.de

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Bild- und Textquelle:

Jüttemann, Andreas: Potsdam: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, 2015, Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale)

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