Brandenburg-Lese

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Maximilian Schochow

Zwischen Erziehung, Heilung und Zwang
Geschlossene Venerologische Einrichtungen in der SBZ/DDR
Studienreihe der Landesbeauftragten, hg. von der Beauftragten des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Sonderband

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam es in der Sowjetischen Besatzungszone zu einer Reihe von Neuregelungen im Umgang mit krankheitsverdächtigen und geschlechtskranken Personen, die bis weit in die DDR wirkten. Die Selbstbestimmung betroffener Personen wurde eingeschränkt, die Rechte der Gesundheitsbehörden erweitert, und mit dem Fürsorgeheim für Geschlechtskranke wurde ein vollkommen neuer Typ einer totalen Institution in Deutschland eingeführt. Angelehnt an das sowjetische Modell der Prophylaktorien sollten zwangseingewiesene Personen in den Fürsorgeheimen isoliert, therapiert und durch Arbeit erzogen werden.

Die Umsetzung dieser Neuregelungen in der Praxis wird an den Beispielen des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Schloss Osterstein in Zwickau, des Fürsorgeheims für Geschlechtskranke Leipzig-Thonberg und der geschlossenen Venerologischen Station Leipzig-Thonberg gezeigt.

Aussichtspunkt Kirchberg

Aussichtspunkt Kirchberg

Andreas Jüttemann

Der Berg ohne Kirche

Seit dem Jahre 2005 befindet sich auf dem Kirchberg in fast schwindelerregender Höhe von 85 Metern ein Aussichtsplateau. Von hier kann der geneigte Ausflügler seinen Blick über ganz Potsdam und den Fahrlander See schweifen lassen. Der Kirchberg wird von fünf Seen umgeben: dem Krampnitzsee, dem Lehnitzsee, dem Jungfernsee, dem Weißen See und dem Fahrlander See.

Vom Ortsteil Neu-Fahrland aus lässt es sich in völliger Abgeschiedenheit auf den Kirchberg heraufwandern. Wer dann mehr oder weniger schweißgebadet oben angekommen ist, der wird mit einer grandiosen Aussicht belohnt. Was man auf dem Kirchberg übrigens vergeblich sucht, ist – eine Kirche. Ursprünglich war der Berg germanische Opferstätte, dann slawischer Tempel. Bis 1694 stand wohl ein kleines Kirchlein auf dem Gipfel. In den 1950er-Jahren übte die DDR-Zivilverteidigung hier den Ernstfall eines „wärmer“ werdenden Kalten Krieges.

Neu-Fahrland und der Kirchberg waren übrigens immer ein „Zankapfel“ zwischen dem Havelland und der Stadt Potsdam. Im Jahre 1939 wurde der Ortsteil nach Potsdam eingemeindet, im Jahre 1952 machte die DDR-Führung dies wieder rückgängig. Seit einer Gemeindereform 2003 gehört der Kirchberg (und Neu-Fahrland) wieder zu Potsdam. Die Neu-Fahrländer waren sehr begeistert, dass sie wieder Potsdamer werden konnten. So stimmten sie bei einen diesbezüglichem Bürgerentscheid mit einer klaren Zweidrittelmehrheit für die Eingemeindung.

Weitere Informationen:

Aussichtspunkt Kirchberg

Am Kirchberg

14476 Potsdam Neu-Fahrland

www.neufahrland-online.de


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Bild- und Textquelle:

Jüttemann, Andreas: Potsdam: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, 2015, Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale)

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