Brandenburg-Lese

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Radu Țuculescu

Metzgerei Kennedy
Roman
Aus dem Rumänischen von Peter Groth

Im Städtchen Untermond in Siebenbürgen ist für Montagmorgen die Eröffnung eines Geschäfts angekündigt. Nichts Besonderes, wäre da nicht dieser ungewöhnliche Name: »Metzgerei Kennedy«. Doch ehe es so weit ist, kommt es in den drei Tagen und Nächten zuvor zu einer Reihe verwirrender Ereignisse. Dem Leser begegnen merkwürdige Gestalten, liebenswerte, lustige, ernsthafte. Pummelige Engel, Glühwürmchen, rote Teufelchen, Vampirmücken und Störche, die von einem Land träumen, in dem es Frösche regnet. Und manch einer in Untermond stellt sich die Frage: »Wer ist eigentlich dieser Kennedy?« Und die Engelchen zucken mit den Schultern, gleichgültig gegenüber den großen Problemen der Menschheit … Ein burlesker Roman mit dramatischen Seiten und solchen, die einen immer wieder zum Lachen bringen.

Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark Lauchhammer

Almut Philipp

Alles begann auf dem Mückenberg

Eben noch hat ein Regenschauer den Schlosspark zu Lauchhammer West zum Glänzen gebracht. Und zwischen den Ligusterhecken, die seit 2002 die Silhouette des verschwundenen Schlosses Mückenberg nachempfinden, flimmern noch die Tropfen. Das um 1716 von der dänisch-deutschen Adligen Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal auf dem Land des Rittergutes Mückenberg errichtete Schloss war 1945 ausgebrannt, die Ruine bis 1969 abgetragen. Wunderbar erhalten und res­tauriert aber sind die 1746 errichtete Schlosskirche bekrönt von Glockenturm und Sonnenuhr samt barocker Parkanlage und der Parkexpress. Der Name Mückenberg lässt es erahnen: Mücken gab es, weil die Ländereien des Gutes sumpfig waren. Das feuchte Land war für Landwirtschaft oder Viehhaltung nicht brauchbar. Genau genommen begann nun hier am südwestlichen Rand der Niederlausitz mit der Trockenlegung eines Sumpfes die einzigartige Geschichte der Industrialisierung der Region.

1723 – bei den Grabungen für ein Sägewerk – wurde Raseneisenerz entdeckt. Die Frei­frau ließ nun ein Eisenhammerwerk an den Lauchteichen: den Lauch(=Sumpf)hammer errichten. Da sie auch das Recht zu mahlen, zu brauen, Branntwein zu brennen, zu schlachten und mit Lebensmitteln zu handeln, erhielt, entfaltete sie ein modernes Unternehmertum, das auch eine betriebliche Selbstversorgung und Betriebswohnungen einschloss. 1776 übernahm der kunstsinnige Detlev Graf von Einsiedel ihr Erbe. Mit ihm avancierte Lauchhammer zum Zentrum des Eisenkunstgusses.

Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark

01979 Lauchhammer-West

www.lauchhammer.de


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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