Brandenburg-Lese

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Brandenburg-Lese

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark Lauchhammer

Almut Philipp

Alles begann auf dem Mückenberg

Eben noch hat ein Regenschauer den Schlosspark zu Lauchhammer West zum Glänzen gebracht. Und zwischen den Ligusterhecken, die seit 2002 die Silhouette des verschwundenen Schlosses Mückenberg nachempfinden, flimmern noch die Tropfen. Das um 1716 von der dänisch-deutschen Adligen Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal auf dem Land des Rittergutes Mückenberg errichtete Schloss war 1945 ausgebrannt, die Ruine bis 1969 abgetragen. Wunderbar erhalten und res­tauriert aber sind die 1746 errichtete Schlosskirche bekrönt von Glockenturm und Sonnenuhr samt barocker Parkanlage und der Parkexpress. Der Name Mückenberg lässt es erahnen: Mücken gab es, weil die Ländereien des Gutes sumpfig waren. Das feuchte Land war für Landwirtschaft oder Viehhaltung nicht brauchbar. Genau genommen begann nun hier am südwestlichen Rand der Niederlausitz mit der Trockenlegung eines Sumpfes die einzigartige Geschichte der Industrialisierung der Region.

1723 – bei den Grabungen für ein Sägewerk – wurde Raseneisenerz entdeckt. Die Frei­frau ließ nun ein Eisenhammerwerk an den Lauchteichen: den Lauch(=Sumpf)hammer errichten. Da sie auch das Recht zu mahlen, zu brauen, Branntwein zu brennen, zu schlachten und mit Lebensmitteln zu handeln, erhielt, entfaltete sie ein modernes Unternehmertum, das auch eine betriebliche Selbstversorgung und Betriebswohnungen einschloss. 1776 übernahm der kunstsinnige Detlev Graf von Einsiedel ihr Erbe. Mit ihm avancierte Lauchhammer zum Zentrum des Eisenkunstgusses.

Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark

01979 Lauchhammer-West

www.lauchhammer.de


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark
01979 Lauchhammer

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