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Christoph Werner

Schloss am Strom
Roman


Schinkel kämpft in seinen Fieberträumen um die Vollendung seines Bildes "Schloss am Strom". Er durchlebt auf seinem Krankenbett noch einmal sein erfülltes und von krankmachendem Pflichtgefühl gezeichnetes Leben und die Tragik des Architekten und Künstlers, der sich zum Diener des Königs machen ließ

Auf, hascht am Rosensaume

Auf, hascht am Rosensaume

Das Frühlings,- oder auch Trinklied wurde erstmalig in Potsdam im Liederbuch des Handwerker-Vereins 1859 veröffentlicht. Es wird auf die Melodie des Volksliedes „Gesang verschönt das Leben“ gesungen. Während die erste Strophe einen vermeintlichen Hinweis darauf gibt, dass es sich hierbei um ein Frühlingslied handeln muss, wird doch die Schönheit des Lenzes mit seiner Rosenpracht besungen, ändert sich der Inhalt überraschenderweise hin zum Trinklied. Die eingängige Melodie und der bewegende Rhythmus laden dazu ein, sich die gesellige Runde des Handwerkervereins in singender und schunkelnder Manier vorzustellen.

Carolin Eberhardt

Melodie anhören:

1. Strophe
Auf, hascht am Rosensaume
den Lenz eh er verblüht
und hin zum leeren Raume
entflohener Freuden flieht.
Wir haschen schnell am Saume
sein Blütenluftgewand,
eh ihn zum leeren Raume
des Schicksals Strenge bannt.

2. Strophe
Der bleiche Grübler säet nur
Aussaat für das Grab
und jeder Seufzer mähet
ihm neue Rosen ab.
Wir grübeln nicht, wir säen
nur die Saat der Freuden aus
und keimt sie, wir mähen
sie ab zu Kranz und Strauß.

3. Strophe
Die Zeit schlägt mit der Hippe
den Takt zum Rundgesang
und auf des Sängers Lippe
verhallt des Liedes Klang.
Wir stoßen an und hören
nicht ihrer Sense Klang
und lallen drein in Chören
der Freude Becherklang.

4. Strophe
Wenn dann im Weinpokale
die Abendsonne blinkt
für uns zum letzten Male
ins Meer hinuntersinkt,
dann leeren wir die Becher
auf unsres Freundes Wohl
und bringen ihm als Zecher
der Neige letzten Zoll.

5. Strophe
Wie hüpft der leichte Nachen
den Acheron hinauf.
Wir träumen sanft und wachen
in Eden Fluren auf,
wo zu dem Göttermale
ein Chor von Geistern singt
und uns die Nektarschale
zum Gruß entgegenbringt.

6. Strophe
Drum hebt empor die Becher
und singt beim Gläserschall,
die Freude folgt dem Zecher
hier, dort und überall.
O Wonne, Wonne, Wonne
singt laut beim Becherschall,
ach Wonne, Wonne, Wonne,
sie folg' uns überall.

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Vorschaubild: rosen-strauch-rosenhecke-4530344, 2019, Urheber: manfredrichter via Pixabay CCO.

Notensatz: Carolin Eberhardt.

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