Brandenburg-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Brandenburg-Lese
Unser Leseangebot
Strandgut
Ein Inseltagebuch

Berndt Seite

Die Ostsee ist ein Sehnsuchtsort, an dem man seine Gedanken mit dem Meer schweifen lassen kann. Beim Anblick der Wellenbewegungen kommen Erinnerinerungen an das Auf und Ab des Lebens auf. In eindrucks- und stimmungsvollen Bildern beschreibt Berndt Seite in seinem Tagebuch philosophische Reflexionen in Rückblick auf sein privates und poltisches Leben. Das raue und derbe Klima der Ostsee, die verschiedenen Jahreszeiten am Meer haben dabei ihren ganz eigenen Charme und helfen ihm, alte Dinge abzustreifen und wieder zu sich selbst zu finden.

Döberitzer Heide

Döberitzer Heide

Jean Gies

Ein einzigartiges Naturparadies

Westlich von Berlin, zwischen Dallgow-Döberitz, Elstal, Priort und Seeburg, liegt die Döberitzer Heide, ein wildnisähnliches Naturschutzgebiet und ehemaliger Truppenübungsplatz. Im Jahr 2004 erwarb die Heinz Sielmann-Stiftung das Areal, um den Erhalt dieser ökologisch wertvollen Naturlandschaft zu sichern. Nach weiteren Zukäufen beträgt die Fläche des Naturschutzgebietes inzwischen ca. 3600 Hektar.


Durch lange, ununterbrochene militärische Nutzung erfuhr das Gelände keine land- oder forstwirtschaftliche Nutzung und blieb unbeeinträchtigt von Besiedlungsmaßnahmen. So konnte sich dort eine vielgestaltige Halboffenlandschaft mit Heideflächen, Trockenrasen, Feuchtwiesen, Mooren, Laubmischwäldern und Gewässern entwickeln, die eine außergewöhnliche Artenvielfalt an - teils seltenen und andernorts bereits verdrängten - Tieren und Pflanzen beheimatet, so zum Beispiel Seeadler und Fischotter, Sonnentau und Lungenenzian. In temporär überfluteten Geländemulden, wie sie durch Panzerfahrzeuge im militärischen Übungsbetrieb entstanden, fanden seltene Urzeitkrebse ein ideales Habitat vor.

Das Naturschutzgebiet teilt sich in eine unzugängliche Wildniskernzone, die den Wildtieren ungestörten Lebensraum bietet, und eine Naturerlebnis-Ringzone mit einem Wanderwegenetz von 55 km Länge. Teile des Geländes bleiben weiterhin wegen Munitionsbelastung gesperrt, verfallene Hallen und Baracken künden hinter Zäunen von der einstigen militärischen Nutzung.

In der Wildniskernzone wurden große Pflanzenfresser wie Rotwild, Wisente und Przewalski-Pferde angesiedelt, deren Fressverhalten für Pflege und Erhalt des Landschaftscharakters sorgt. Das Zuchtprogramm der Stiftung trägt zum Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Arten bei. Besucher können die Tiere, ohne sie zu stören, von Aussichtsformen aus gut bei ihrem natürlichen Verhalten beobachten.

Die Döberitzer Heide ist ein stilles, einzigartiges, weiträumiges und wenig frequentiertes Naturparadies, das zu langen Wanderungen, Naturstudien und Wildtierbeobachtungen einlädt.

 

*****

Fotos: Jean Gies

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Elbe-Elster-Land
von Dörte Suhling
MEHR
Buchenwald Grumsin
von Heidrun Lange
MEHR
Der Spreewald
von Almut Philipp
MEHR
Barnimer Land
von Dörte Suhling
MEHR

Döberitzer Heide


Detailansicht / Route planen

Werbung
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen