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Tanja Langer
Meine kleine Großmutter & Mr. Thursday oder Die Erfindung der Erinnerung
Roman

Träumen, Erfinden, Erinnern: Ein großer Roman über eine kleine Frau

Ich habe meine Großmutter gekannt, aber ich wusste nicht, dass sie es war. Linda, Übersetzerin aus dem Persischen, lässt sich gern von ihren Träumen lenken, und so findet sie sich eines Tages in Lüneburg wieder: Dort lebte ihre kaum gekannte Großmutter Ida unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, geflohen aus Oberschlesien, verwitwet, mit fünf Kindern. Knapp eineinhalb Meter groß, arbeitete sie für den »Direktor des englischen Kinos«. Dieser Halbsatz entzündet Lindas Phantasie, und schon ist sie mitten in der Zeit der britischen Besatzung, von 1945 bis 1949: Ida verliert ihren Mann, Ida schrubbt Wäsche für die Tommys, und Ida begegnet Mr. Thursday. Sie fängt bei ihm im »Astra Cinema« an und merkt vor lauter Begeisterung für die Filme kaum, dass er sich in sie verliebt … Das Kino wird zum Gegenbild für die raue Wirklichkeit, durch die Ida und ihre kleine Rasselbande sich als »Flüchter« durchboxen, mit Einfallsreichtum, der Kraft der Träume und der Liebe, die sie verbindet. Indem Linda aus Sehnsucht nach der Großmutter, die sie nicht hatte, zu deren Erzählerin wird, verändert sie sich selbst – und erzählt noch dazu die Geschichte einer ganzen Epoche.

Vetschau

Vetschau

Almut Philipp

Der „Mayonnaise-König“

Im letzten Jahrhundert war Vetschau fast ausschließlich durch das Kraftwerk Vetschau, später Lübbenau/Vetschau, und die zugehörigen Tagebaue mit allen „Nebenwirkungen“ bekannt. Seit nach der Wiedervereinigung 1996 die Produktion von Elek­troenergie und die damit verbundene Braunkohlenförderung eingestellt wurden, sind auch die Bauwerke verschwunden, die weithin sichtbar gewesen waren. Strukturwandel bedeutet jetzt unter anderem Aufbau des „Industrie- und Technologiezentrums Spreewald“, die Gräbendorfer und Bischdorfer Seen entstehen und Vetschau heißt seit 1997 Vetschau/Spreewald. So genießen wir die Stadt mit der überraschend schönen Altstadt, rekonstruiert ist seit 2015 das Stadtschloss mit seiner Parkanlage, die 1879 im englischen Stil als Naturpark mit Magnolien, Sumpfzypressen und Platanen von Graf Albert zu Lynar gestaltet wurde.

Das war jenes Grafengeschlecht, das seit 1621 auch das Anwesen in Lübbenau besaß. 1913 erwarb der Rittergutsbesitzer Schwarzenberg den Besitz, 1920 der Magistrat der Stadt. Noch immer umfließt das Mühlenfließ das Gebäudeensemble mit Haupthaus, Kavaliershaus, Schlossremise und ehemaliger Gärtnerei. In den 1930er-Jahren half ein berühmter Sohn der Stadt, der Mayonnaisefabrikant Richard Hellmann aus den USA, das Schloss zu erhalten. Wir wenden uns dem Zentrum und dem 2006 neu gestalteten Markt mit seinen Barock- und Jugendstilhäusern zu. Die mittägliche Stärkung findet im Restaurant „Zum alten Brauhaus“ mit den typischen Spreewälder Plinsen statt.


Touristinformation Vetschau (Spreewald)

Schlossstraße 10

03226 Vetschau / Spreewald

Tel.: 035433 / 77755

www.vetschau.de


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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03226 Vetschau/Spreewald

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