Brandenburg-Lese

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Natalie Gutgesell
Dora Hitz
Fränkische Künstlerin, rumänische Hofmalerin, europäische Avantgardistin
Ausstellungskatalog

Dora Hitz (1856–1924) gehörte als Protagonistin der Avantgarde zu den führenden Impressionistinnen Europas. Als erste Hofmalerin Rumäniens war sie der Königin, der international berühmten Schriftstellerin Carmen Sylva, eine enge Vertraute. Die Karriere der Künstlerin begann bereits in früher Kindheit als Tochter eines Zeichenlehrers in Mittelfranken. Ab ihrem dreizehnten Lebensjahr studierte sie in München und später in Paris am Montmartre. Sie lebte und arbeitete in der Bretagne, in London, in Dresden und schließlich vor allem in Berlin, wo sie den Gründungsmitgliedern der Secession angehörte. Zahlreiche Persönlichkeiten der Kunst, Literatur und Wirtschaft zählten zu ihrem Freundeskreis.
Der Großteil ihrer Werke befindet sich heute in Privatbesitz. Schloss Peleș in Rumänien beherbergt mit zehn Wandmalereien die umfangreichste Sammlung an Werken der Künstlerin weltweit. Der Gemäldezyklus wird zum ersten Mal in seiner Gesamtheit und seinem Entstehungskontext veröffentlicht.

Vetschau

Vetschau

Almut Philipp

Der „Mayonnaise-König“

Im letzten Jahrhundert war Vetschau fast ausschließlich durch das Kraftwerk Vetschau, später Lübbenau/Vetschau, und die zugehörigen Tagebaue mit allen „Nebenwirkungen“ bekannt. Seit nach der Wiedervereinigung 1996 die Produktion von Elek­troenergie und die damit verbundene Braunkohlenförderung eingestellt wurden, sind auch die Bauwerke verschwunden, die weithin sichtbar gewesen waren. Strukturwandel bedeutet jetzt unter anderem Aufbau des „Industrie- und Technologiezentrums Spreewald“, die Gräbendorfer und Bischdorfer Seen entstehen und Vetschau heißt seit 1997 Vetschau/Spreewald. So genießen wir die Stadt mit der überraschend schönen Altstadt, rekonstruiert ist seit 2015 das Stadtschloss mit seiner Parkanlage, die 1879 im englischen Stil als Naturpark mit Magnolien, Sumpfzypressen und Platanen von Graf Albert zu Lynar gestaltet wurde.

Das war jenes Grafengeschlecht, das seit 1621 auch das Anwesen in Lübbenau besaß. 1913 erwarb der Rittergutsbesitzer Schwarzenberg den Besitz, 1920 der Magistrat der Stadt. Noch immer umfließt das Mühlenfließ das Gebäudeensemble mit Haupthaus, Kavaliershaus, Schlossremise und ehemaliger Gärtnerei. In den 1930er-Jahren half ein berühmter Sohn der Stadt, der Mayonnaisefabrikant Richard Hellmann aus den USA, das Schloss zu erhalten. Wir wenden uns dem Zentrum und dem 2006 neu gestalteten Markt mit seinen Barock- und Jugendstilhäusern zu. Die mittägliche Stärkung findet im Restaurant „Zum alten Brauhaus“ mit den typischen Spreewälder Plinsen statt.


Touristinformation Vetschau (Spreewald)

Schlossstraße 10

03226 Vetschau / Spreewald

Tel.: 035433 / 77755

www.vetschau.de


*****

Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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Vetschau


03226 Vetschau/Spreewald

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