Brandenburg-Lese

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Brandenburg-Lese

Siegfried Wittenburg
Leben in der Utopie
Fotografien 1980–1996
Mit einer Einführung von Valeria Liebermann
Bild-Text-Band

Siegfried Wittenburg ist heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt. Stets schafft er es dabei, mit poetischen Fotos und unterhaltsamen Berichten sein Publikum zu fesseln. Er zeigt seine Werke regelmäßig in Ausstellungen, beteiligt sich an Fotoproduktionen und Buchpublikationen.
Begonnen zu fotografieren hat Wittenburg in der DDR der späten siebziger Jahre. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensierung von Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.
Der Bild-Text-Band versammelt seine besten Geschichten auf einestages.spiegel.de und präsentiert zugleich das fotografische Œuvre Wittenburgs. So gelingt nicht nur ein spannender bis amüsanter Blick auf die DDR der kleinen Leute, sondern auch auf die Zeit der friedlichen Revolution und der unmittelbaren Nachwendezeit.

Unser Leseangebot
Bürgershof Potsdam

Bürgershof Potsdam

Stehbierhalle im Sperrgebiet

Der Bau von zehn Häusern im Schweizer Stil markiert den Beginn des Ortsteils Klein-Glienicke in den Jahren 1863 bis 1887. Im Ort liegt eine kleine Dorfkirche (Architekt: Persius) und neben ihr der Friedhof Klein-Glienicke. Letzterer kann symbolisch für die wechselvolle Geschichte des Potsdamer Ortsteils auf der ansonsten zu Berlin gehörenden Wannseer „Insel“ stehen. Gerade zu Zeiten der deutschen Teilung schlug diese Grenzziehung skurrile Blüten: Im Potsdamer Klein-Glienicke gab es drei Westberliner Exklaven. Der Friedhof lag beispielsweise direkt im Grenzbereich, durfte also nicht gepflegt werden und verfiel.

Im Jahre 1873 wurde am Ufer Klein-Glienickes eine „Stehbierhalle mit Kegelbahn“ gebaut. Hier konnten sich Besucher des neugegründeten Vororts Klein-Glienicke, die vornehmlich mit dem Dampfer ankamen, gleich nach ihrer Ankunft mit „geistigen Getränken“ versorgen. Der „Bürgershof“ erfreute sich wachsender Beliebtheit, bald wurden im Garten ein Festsaal und ein Musikpavillon eröffnet.

Die Grenzziehung 1945 und der Mauerbau 1961 verhinderten den Weiterbetrieb des historischen Ausflugslokals. Nach langen juristischen Verfahren zur Rückübertragung begrüßt der Biergarten seit Juli 2003 wieder viele Gäste. Das Restaurantgebäude wurde im Mai des darauffolgenden Jahres eröffnet. Eigentlich existierte auch noch ein Hotelgebäude am Bürgershof, dieses wurde kurz nach dem Mauerbau abgerissen, soll nun aber wiederaufgebaut werden.

Weitere Informationen:

Bürgershof

Waldmüllerstraße 4

14482 Potsdam-Klein-Glienicke

Tel.: 0331 / 2378889

Internetauftritt: www.buergershof.de

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Bild- und Textquelle:

Jüttemann, Andreas: Potsdam: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, 2015, Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale)

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