Brandenburg Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
www.brandenburg-lese.de
Unser Leseangebot
Auf der Suche nach Fips

Eine liebevoll illustrierte Vorlesegeschichte in mehreren Kapiteln für Kinder ab 5

Fips ist verschwunden. Wo kann ein kleiner Mäusejunge wohl verlorengegangen sein. Seine Freunde machen sich auf die Such nach ihm und erleben dabei eine Menge Abenteuer.

Cottbus

Cottbus

Cottbus, sorbisch Chó?ebuz, (99.600 Einwohner), ist die zweitgrößte Stadt Brandenburgs.

Geschichte und Kultur sind seit Jahrhunderten geprägt durch das Zusammenleben von Deutschen und Sorben (Wenden). Im Jahre 1156 erstmals urkundlich erwähnt, konnte sich die Stadt an der Spree, im Schnittpunkt zweier Handelsstraßen gelegen, durch Handel und Handwerk schnell entfalten. Tuchmacher und Leineweber waren die ältesten Zünfte. Seit 1701, mit der Ansiedlung der Hugenotten, erfolgte durch neu eingeführte Gewerke wie Gerberei, Tabakanbau, Strumfwirkerei und Konditorei ein beachtlicher wirtschaftlicher Aufschwung. Bis zum 19. Jahrhundert war Cottbus eine sympathische Kleinstadt, die mit ihren Märkten jährlich Landwirte, Handwerker und Schaulustige zwischen Spree, Neiße und Oder anzog. Mit der kommunalen Selbstverwaltung und der fortschreitenden Industrialisierung im späten 19. Jahrhundert entwickelte sich Cottbus zum Zentrum der Niederlausitz, zu einer Industriestadt mit moderner Infrastruktur, Kultur- und Sozialbauten aber auch zu einer grünen Stadt. Als Hauptstadt des gleichnamigen Bezirkes in der DDR war Cottbus seit 195 wichtigster Kohle- und Energieproduzent. In dieser Zeit verdoppelte sich auch die Einwohnerzahl. 1976, mit der Geburt des 100.000. Einwohners, erhielt Cottbus den Status einer Großstadt.

Heute erfüllt Cottbus als Dienstleistungs-, Wissenschafts- und Verwaltungszentrum die Funktion eines Oberzentrums in der Energieregion Lausitz-Spreewald. Eine Region, die sich inmitten eines gewaltigen landschaftlichen und wirtschaftlichen Wandlungsprozesses befindet. Seit zehn Jahren bewirkt die größte Landschaftsbaustelle Europas, die IBA „Fürst-Pückler-Land" den Aufbau einer neuen attraktiven Landschaft zwischen Spreewald und Dresden. Wo noch vor Jahren der Braunkohletagebau das Leben und die Landschaft prägte, entwickelt sich eines der schönsten Erholungsgebiete Brandenburgs, das Lausitzer Seenland.

Cottbus verfügt heute mit der Brandenburgisch Technischen Universität und der Fachhochschule Lausitz über ein Innovationspotential, welches die Wirtschaftskraft der Region wesentlich beeinflusst. Die Gründung der Brandenburgischen Technischen Universität 1991 und der Errichtung des neues Messe- und Tagungszentrum zur Bundesgartenschau 1995 machten Cottbus zu einem wichtigen Standort geistigen, wirtschaftlichen und politischen Gedankenaustausches und zu einem attraktiven Messe- und Tagungsort zwischen Berlin und Dresden. Die erfolgreiche Ausrichtung der Bundesgartenschau 1995 war Motor, riesige städtebauliche Investitionsobjekte in kürzester Zeit zu realisieren. Der Wohnwert und die Lebensqualität der Stadt wurden erhöht und zugleich die die touristische Infrastruktur ausgebaut. Die Übernachtungskapazität von Hotels und Pensionen wurde mehr als verfünffacht.

1991 wurde Cottbus Modellstadt. Erfolgreich wurden die Maßnahmen der ökologischen Stadterneuerung in die Vorbereitungen zur Bundesgartenschau integriert und trugen so zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität bei.

Zu den sehenswerten Zeugnissen der städtebaulichen Entwicklung gehören die Sakralbauten im historischen Stadtkern. Die Klosterkirche im Wendischen Viertel ist die älteste Kirche und der Rest des alten Franziskanerklosters. Gottesdienste in sorbischer Sprache brachten ihr auch den Namen „Wendische Kirche" ein. Die Oberkirche St. Nikolai, ein dreischiffiger, spätgotischer Backsteinbau ist die größte Kirche der Niederlausitz. Die Schlosskirche in der Spremberger Straße wurde 1714 von den hier angesiedelten Hugenotten erbaut. Die erhaltenen Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit Türmen, Toren und Wiekhäusern umschließen die Altstadt. Der Altmarkt, einst wichtigster Handelsplatz, ist umgeben von stattlichen Bürgerhäusern im sächsischen Barock neben schlichten, klassizistischen Traufenhäusern. In der über 400 Jahre alten Löwenapotheke auf der Südseite, befindet sich das einzige Apothekenmuseum Brandenburgs. Das Wendische Museum in der Mühlenstraße dokumentiert die geschichtlich bedeutsame Leistung des kleinen slawischen Volkes, ihre Sprache und Kultur auf deutschem Boden bis heute erhalten zu haben. Das Wahrzeichen der Stadt, der Spremberger Turm, bildete einst mit Bastei und Torhaus das südliche Stadttor. Der älteste Turm der Stadtbefestigung ist der Münzturm, der vom 15. bis 17. Jahrhundert als Münzprägestätte diente.

Die zweisprachige Lausitz-Metropole ist auch der kulturelle Mittelpunkt dieser Region und bietet eine Fülle an Erlebnismöglichkeiten. Als ostdeutsche Karnevalshochburg bringt Cottbus jährlich tausende Närrinnen und Narren auf die Beine. Auch die traditionellen Märkte und Feste in der Innenstadt, die großen Open-Airs im Spreeauenpark, die Konzerte im Branitzer Park oder im Kunstmuseum, das Theater im Kasernenhof oder auf dem Klosterplatz, die Cottbuser Großveranstaltungen sind ein Markenzeichen und immer Anziehungspunkte für Besucher aus dem Umland und ganz Brandenburg. Zu den herausragenden Kultur-Highlights gehört das Staatstheater Cottbus mit seinem einzigartigen Jugendstil-Theaterbau und dem erfolgreichen Theaterensemble. Das Kunstmuseum Dieselkraftwerk, das Fürst-Pückler-Museum Schloss Branitz, das Brandenburgisches Apothekenmuseum und das Wendisches Museum sind einmalig im Land und immer einen Besuch wert. Einmalig auch, das Osteuropäische Filmfestival, das jährlich im November die Stadt zur Metropole der Filme-Macher aus Osteuropa verwandelt und das nach der Berlinale das zweitwichtigste Filmfestival in Deutschland ist.

Mit viel Liebe wurde die Cottbuser Innenstadt saniert, die heute mit ihrem prächtigen Stadtgrün die historische Altstadt mit den modernen Einkaufs- und Erlebniszentren in unmittelbarer Nachbarschaft verbindet.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten zählt der Fürst-Pückler-Park Branitz. Gartenschöpfer Hermann Fürst von Pückler-Muskau war ein Genie und führte ein extravagantes und aufregendes Leben. Der Branitzer Park (1846 bis 1871) mit seiner faszinierenden Landschaftsgestaltung ist sein zweites großes Gartenkunstwerk. Einmalig in Europa sind die zwei Pyramiden, von denen die See-Pyramide die Grabstätte des Fürsten und seiner Frau Lucie ist. Im Schloss mit den einzigartigen Orienträumen, dem Musiksaal und dem stilvollen Speisezimmer, vermittelt das Arbeitszimmer des Fürsten den Eindruck, als wäre der Kosmopolit mitten in seiner schöpferischsten Phase. Sehenswert, neben anderen verschiedenen Ausstellungen, ist die kleine aber feine Sammlung des Landschaftsmalers Carl Blechen. Das gärtnerische Meisterwerk des Fürsten Pückler verbindet sich im Süden der Stadt mit dem Tierpark und dem Spreeauenpark zu einem großen, herrlichen Parkareal.

----
Text sowie Bilder und Bildnachweise: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadtverwaltung Cottbus
Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum (IKMZ); Quelle: Stadt Cottbus
Oberkirche; Quelle: Stadt Cottbus
Spreeauenpark; Quelle: Stadt Cottbus
Schloss Branitz; Quelle: Stadt Cottbus

Weitere Beiträge dieser Rubrik

Kreisstadt Herzberg
von Mirko Michael / Mauersberger Lemke
MEHR
Bad Wilsnack
von Dörte Suhling
MEHR
Zeuthen
von Dörte Suhling
MEHR
Templin
von Michael Lemke
MEHR

Cottbus


03046 Cottbus

Detailansicht / Route planen