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Gudrun Schulz
Kennst du Bertolt Brecht?

Neugier wecken für einen Autor, der mit frechem neuen Ton die bürgerliche Gesellschaft attackierte und das Theater revolutionierte. Dies gelingt der Literaturwissenschaftlerin Gudrun Schulz in diesem Band. Brecht selbst kommt mit Briefen, Gedichten und Auszügen auas einigen seiner Werke selbst zu Wort. Dem Buch liegt eine CD mit 13 Hörbeispielen bei.

Fazit : Ein Buch für alle, die noch selbst denken können. 

 

Prenzlau

Prenzlau

Dörte Suhling

Grüner „Hauptort“ der Uckermark

Evangelische St.-Sabinen-Kirche (Sankt Sabinen)
Evangelische St.-Sabinen-Kirche (Sankt Sabinen)

Die malerisch am Ufer des Unteruckersees, einem der beiden Uckerseen gelegene Stadt Prenzlau ist eingebettet in das sanftes Hügelland der Uckermark mit Wiesen, Wäldern und vielen größeren und kleineren Seen. Auf Touren durch diese eiszeitlich geprägte Landschaft rund um Prenzlau, die teilweise dem Fernradweg Berlin-Usedom folgen, stoßen Besucher immer wieder auf Spuren der Schweden, die hier einst unter ihrem König Gustav II. Adolf von Schweden (1594–1632) residierten. Prenzlau diente sowohl im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) als auch im Siebenjährigen Krieg (1756–1763) als wichtiger strategischer Posten und Garnisonsstadt.

Die etwa 100 Kilometer nördlich der deutschen Hauptstadt Berlin gelegene Stadt Prenzlau ist die Kreisstadt des Landkreises Uckermark. Im Mittelalter zu den vier großen Städten Brandenburgs gehörend, hat sich Prenzlau heute mit knapp 20 000 Einwohnern zu einem wichtigen Mittelzentrum in der wirtschaftlichen Großregion Stettin entwickelt, die nur 50 Kilometer westlich liegt.

Stadt mit wechselvoller Geschichte

 Prenzlau 1652
Prenzlau 1652

Nach der früheren Besiedelung durch slawische Stämme wurde Prenzlau erstmals um 1187 als „Prenczlau“ erwähnt. Die Herzöge von Pommern riefen zahlreiche vor allem niedersächsische Siedler auf, in das Gebiet um Prenzlau zu kommen, um neue Siedlungen zu gründen. Zu dem neuem Burgort gehörten eine Kirche, ein Markt und eine Münzstätte, von denen es in Pommern mit Demmin und Stettin damals insgesamt nur drei gab. 1234 wurde dem Ort vom pommerschen Herzog Barnim I. (1210/1218–1278) das deutsche Stadtrecht verliehen.

Die neue Stadt Prenzlau wuchs aus drei ehemaligen Siedlungskernen zusammen: aus der ehemals slawischen Siedlung am westlichen Ufer der Ucker, aus einer neuen, kaufmännisch geprägten Siedlung am Ostufer der Ucker und dem vorwiegend landwirtschaftlich genutzten Ortsteilen um die Kirche St. Jakobi. Vor allem im 13. und 14. Jahrhundert hatte die Stadt ihre erste Blütezeit und zählte zu den reichsten Kommunen der Mark Brandenburg.

Die Einwohnerzahl und die Wirtschaftskraft der Stadt sanken infolge des Dreißigjährigen Krieg sehr stark und erholten sich erst mit der Einwanderung der Hugenotten Ende des 17. Jahrhunderts. Mit dem gleichzeitigen Erstarken des Handwerks blühte die Wirtschaft Prenzlaus wieder auf.

Heute ist die Stadt Prenzlau, die seit Beendigung des Zweiten Weltkrieges eher von Agrarwirtschaft und einigen verarbeitenden Gewerben geprägt war, mit regenerativer Energie, Metallverarbeitung und Ernährungswirtschaft ein wichtiger Teil der grenzüberschreitenden Wirtschaftsregion um die polnische Großstadt Stettin.

Dominikanerkloster und St. Marienkirche – die Wahrzeichen der Stadt

Ehemaliges Dominikanerkloster
Ehemaliges Dominikanerkloster

Bevor Besucher von Prenzlau in die Stadt kommen, werden sie schon von weitem von den Türmen der St. Marienkirche begrüßt, die weithin sichtbar sind. Das im 13. Jahrhundert errichtete Gotteshaus gehört heute noch zu den bedeutendsten Vertretern norddeutscher Backsteinbaukunst. Von den 64 und 68 Meter hohen Kirchtürmen haben Besucher einen fantastischen Ausblick über die Landschaft der Uckermark.

Das ursprünglich 1275 gegründete Dominikanerkloster wurde Ende der 1990er-Jahre umfangreich saniert und aufwändig restauriert. Schwerpunkte waren dabei die Kreuzgänge sowie der ehemalige Speisesaal der Dominikanermönche, das Refektorium, die Sakristei und die Frauenkapelle, aber auch der Innenhof der Klosteranlage mit einem idyllischen Friedgarten.

Damit gehört das Dominikanerkloster von Prenzlau heute zu den am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlangen im Nordosten Deutschlands, in denen sich Kultur und Geschichte erleben lässt. In der neuen Wirkungsstätte des Kulturhistorischen Museums der Stadt, dem „Kulturzentrum Prenzlaus“, finden in der Klosteranlage regelmäßig im Rahmen des „Kultursommers im Kloster“ Theateraufführungen, Lesungen, Konzerte und Ausstellungen statt.

Der Seepark von Prenzlau

Der Seepark von Prenzlau liegt am Ufer der Unteruckersees und gehörte 2013 zu den Ausstellungsfläche der Landesgartenschau Brandenburgs. Diese „grüne Oase“ in einer nicht minder grünen Landschaft bietet den Prenzlauern und Besuchern der Stadt viele Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. Die im Park angelegten Themengärten, der kleine Weinberg und der einzigartige Baumbestand lassen keinen Langeweile aufkommen.

Auf der Freilichtbühne des Seeparks finden nicht nur verschiedene Veranstaltungen und Feste, sondern z. B. auch ein Open-Air-Picknick statt. Dazu können Besucher und Einwohner den sogenannten „Uckermärker Picknickkorb“ in salziger oder süßer Ausführung bestellen.

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Bildquellen:


Vorschaubild, Mitteltor und Marienkirche bilden die bekannteste Stadtansicht in Prenzlau (Brandenburg) Von Michael Sander - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75...

Evangelische St.-Sabinen-Kirche (Sankt Sabinen) Von Molgreen - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39...

Prenzlau 1652, Kupferstich von Matthäus Merian, gemeinfrei

    Teile der Kirche des Dominikanerklosters in Prenzlau (Brandenburg). By Michael Sander - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=75...


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