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Familie Stauffenberg: Hitlers Rache

Ursula Brekle

Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg war als Ehefrau von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der Schlüsselfigur im Widerstand gegen Hitler, von Anfang an in die Widerstandspläne ihres Mannes einbezogen. Sie bewies Mut und Stärke, obwohl sie nach der Ermordung ihres Mannes im Gefängnis und im KZ leben musste. Auch durch den Verlust von Angehö-rigen durchlebte sie eine leidvolle Zeit. Nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 drohte Himmler:
„Die Familie Stauffenberg wird ausgelöscht bis ins letzte Glied.“
Vor Ihnen liegt die spannungsreiche Geschichte, die beweist, dass es Himmler nicht gelungen ist, die Drohung wahrzumachen. Die jüngste Tochter von fünf Geschwistern Konstanze wurde noch während der mütterlichen Haft geboren. Sie berichtete vom 90. Geburtstag ihrer Mutter Nina, auf dem über 40 Nachkommen zusammengekommen waren. Die Nationalsozialisten haben trotz Hinrichtungen und perfider Sippenhaft nicht gewonnen.

Impressionen aus Woltersdorf

Impressionen aus Woltersdorf

Hannelore Eckert

Die kleine Gemeinde gleich hinter dem Berliner Stadtrand ist einen Ausflug wert. Und leicht zu erreichen, denn sie hat eine eigene Straßenbahn. Die Linie 87 fährt vom Köpenicker Ortsteil Rahnsdorf bis zur Woltersdorfer Schleuse. Es sind zirka 60 Jahre alte Trams aus DDR-Zeiten, also ist schon die Fahrt ein Erlebnis.

Wenn man an der Endhaltestelle aussteigt, ist man gleich an der Attraktion des Ortes - an der Woltersdorfer Schleuse. Wenn die Klappbrücke geöffnet ist, kann man von einem Steg aus die Schleusung betrachten. Hat man die Brücke passiert und wendet sich nach links, kommt man zur historischen Liebesquelle und dort beginnt der Wanderweg zum 1886 errichteten Aussichtsturm auf dem Kranichsberg. Dort gibt es eine kleine Ausstellung, die über das „märkische Hollywood" erzählt. Vor mehr als hundert Jahren war Woltersdorf Drehort vieler Filme, u.a. „Das indische Grabmal" und „Der Tiger von Eschnapur". Außerdem hat man von dem Turm einen fantastischen Ausblick auf die Umgebung. Bei klarem Wetter ist sogar der Fernsehturm zu sehen.

Im Sommer lädt der Strand am Flakensee zum Baden ein. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch den Ort kann man sich in vielen Cafés und Restaurants erholen. Zurück nach Berlin geht es dann wieder mit der historischen Straßenbahn oder, wenn man genügend Muße hat, mit einem Ausflugsschiff via Müggelspree und Müggelsee bis nach Treptow.

Impressionen aus Woltersdorf

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