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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Wildpflanzen-Exkursionen in der Uckermark

Wildpflanzen-Exkursionen in der Uckermark

Heidrun Lange

Die jungen Wilden

Sie duften herrlich, schmecken frisch und manchmal piksen sie. Löwenzahn und Kollegen zeigen sich im Frühjahr von der besten Seite. Kraftvoll recken sie sich dem Sonnenlicht entgegen. Viele würden am liebsten auf das „Unkraut“ am Wegesrand oder im Garten verzichten. Nicht so Ulrike Dittmann. Sie lädt interessierte Kräuterneulinge auf eine Genusstour ein. „Die meisten, die zu einer Exkursion kommen, sehen erst mal nur grün“, sagt die Kräuterfrau. Als gelernte Gärtnerin hat sie sich viel Wissen über Wildkräuter angeeignet. Giersch ist ein Heilkraut. Es enthält Vitamin A und C und hilft bei Rheuma und Gicht und ist an den dreizackigen Blättern gut zu erkennen. Sie rät allerdings davon ab, auf eigene Faust durch die Wälder zu streifen. Wer sich nicht auskennt, sollte die Finger davon lassen. Denn manche Pflanzen sind giftig. Ulrike Dittmann weiß gute Plätze, wo die jungen Wilden wachsen. Im Naturpark Uckermärkische Seen bieten die feuchten Auengebiete inmitten von Mischwäldern beste Bedingungen für altbekannte Kräuter. „Die Brennnessel hat natürliches Kalzium in hoch konzentrierter Form“, weiß Ulrike Dittmann. Besonders nahrhaft seien die jungen Triebe. Der Löwenzahn ist ein schmackhaftes Gewächs. Sind seine Blütenknospen noch geschlossen, kann man sie in den Salat tun. Aus den gelben Blüten wird Honig. So eine Kräutertour macht hungrig. Ein Wildmenü mitten im Wald ist ein prima Abschluss. Selbst gepflückt und auf Teller dekoriert wird das Grün verspeist. Es schmeckt würzig, manchmal auch ein bisschen bitter.

Wildpflanzen-Exkursionen & Menüs in der Uckermark

Ulrike Dittmann

Tel.: 0176 / 80810268

Weitere Informationen: www.pratensis.de

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Bild und Text: entnommen aus: Lange, Heidrum:Uckermark 99 Mal entdecken!, Halle (Saale):mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, 2016.

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