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Flechtwerk
Lebendige Nachbarschaft und Integration

so heißt die erste Ausgabe unserer neuen Zeitschrift

FLECHTWERK - Lebebendige Nachbarschaft und Integration

Die Deutschen sind ofener geworden und haben gleichzeitig mehr Sinn für Heimat, Familie und Nachbarschaft entwickelt. Es müssen neue Wege gesucht werden, um Ausgrenzung und Anonymität zu verhindern.

Perleberg

Perleberg

Kati Spantig

Perleberg, Kreisstadt des Landkreises Prignitz, einem waldreichen Landstrich zwischen Hamburg und Berlin, zählt gegenwärtig knapp 13.000 Einwohner.
Zur Stadt Perleberg gehören zwölf umliegende Gemeinden (Dergenthin, Groß Linde, Lübzow, Gramzow, Rosenhagen, Spiegelhagen, Düpow, Sükow, Wüsten Buchholz, Schönfeld, Groß Buchholz und Quitzow) mit insgesamt 2.206 Einwohnern.
Die Stadt, in malerischer Insellage am kleinen Fluss Stepenitz gelegen, ist reich an Geschichte und historischer Bausubstanz.
Städtische Rechte erlangte Perleberg 1239 unter dem ersten Stadtherren Johannes Gans aus dem Altmärker Adelsgeschlecht Gans Edle Herren zu Putlitz. Die Stadt entstand 1150 aus einer Kaufmannssiedlung um die Nikolaikirche, die wenig später durch einen zweiten Siedlungskern um die Jakobikirche erweitert wurde.

Die ältesten Bauwerke befinden sich am Kirchplatz und Großen Markt - ein günstiger Ausgang für einen Stadtrundgang. Das Rathaus (Ersterwähnung 1347), ist nach Entwürfen von F. A. Stüler 1839/40 umgebaut worden. Dabei blieb ein Teil des mittelalterlichen Baukörpers erhalten und wurde mit einem neuen Ostteil mit Turm verbunden. Sehenswert sind der große Sitzungssaal und Trausaal. Als Pendant zum Rathaus steht auf dem Großen Markt das Rolandstandbild (16. Jh.). Erstmals wird in den Ratsprotokollbüchern 1498 eine Rolandsäule erwähnt, möglicherweise ein Vorgänger aus Holz. Der sandsteinerne Roland gilt als Wahrzeichen besonderer Rechte und Freiheiten.
Die früheste Erwähnung der St. Jakobikirche stammt aus dem Jahr 1294. Das Gotteshaus ist damit das älteste Bauwerk der Stadt, das durch schriftliche Erwähnung bezeugt ist. Zwischen 1707 bis zu seinem frühen Tod 1714 bekleidete der bedeutende Pietist Gottfried Arnold (Verfasser der „Ketzerhistorie") hier das Amt des Superintendenten.

Perleberg ist seit 1817 Verwaltungs- und Gewerbestandort. In der städtischen Umgebung wurden Spezialkulturen, Zierpflanzen, Obst und Spargel angebaut.
In der Gegenwart haben sich zahlreiche Unternehmen angesiedelt, die die Entwicklungsmöglichkeiten im „Regionalen Wachstumskern" schätzen. Diese Betriebe bieten zahlreichen Perlebergern und Einwohnern der Umgebung interessante Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten.
Perleberg liegt in einer reizvollen Umgebung, die für Städte- und Radtouristen besonders attraktiv ist. Jährlich finden in der besonderen Atmosphäre des historischen Stadtkerns anspruchsvolle Kultur- und Musikfestivals statt. Die Altstadtinsel hat viele schöne Uferbereiche der Stepenitz, an denen angenehme Spaziergänge und Promenaden entlang führen und Ruhebänke zum Verweilen einladen. Die Wasserläufe sind mit Booten abschnittsweise befahrbar und gewähren ungewohnte Blicke in Höfe und Gärten. Die Elbe mit dem Elberadweg, das unmittelbar angrenzende Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe und ein ausgebautes Radwegenetz in der Prignitz locken von Jahr zu Jahr immer mehr Erholungssuchende an.

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Bildautoren: Gerhard Baack und Horst-Dieter Zaplo

Literaturquellen:
- Michael Lemke, „Das Bundesland Brandenburg", Rita Dadder Verlag 1992
- Perleberg, Stadt-Land-Fluss, Veröffentlichung der Stadt Perleberg, 2007, Text von Martina Hennies, mit freundlicher Genehmigung der Stadt Perleberg

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