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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam

Russische Kolonie Alexandrowka in Potsdam

Jean Gies

Die russische Kolonie "Alexandrowka" im Norden von Potsdam wurde 1826/27 vom Preußenkönig Friedrich Wilhelm III. für die letzten verbliebenen 12 russischen Sänger eines einst aus 62 Soldaten bestehenden Chores errichtet. In freundschaftlichem Gedenken wurde sie nach dem 1825 verstorbenen Zaren Alexander I. benannt.

Die Gehöfte verfügten jeweils über ein möbliertes Wohnhaus, Wirtschaftsgebäude, Stallungen und Gärten. Jedem Anwohner wurde zudem eine Kuh geschenkt. Die Höfe durften an männliche Nachkommen vererbt, jedoch nicht anderweitig veräußert werden. Die Fachwerkhäuser wurden in vorgetäuschter Blockbauweise errichtet, um kostengünstig, aber sehr überzeugend die Anmutung eines typischen russischen Dorfes zu erzielen. Kunstvolle, filigrane Schnitzereien schmücken die Fassaden.

Heute ist das Ensemble Bestandteil des UNESCO-Weltkulturerbes. Die ruhig und malerisch zwischen Gärten und Obstwiesen gelegene, verträumte Siedlung lädt zu einem Spaziergang ein. Von dort empfiehlt sich ein Abstecher zum nahegelegenen Kapellenberg mit der Alexander-Newski-Gedächtniskirche, zum Jüdischen Friedhof und zum Belvedere auf dem Pfingstberg.


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Fotos: Jean Gies

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