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Kloster Chorin

Kloster Chorin

Michael Lemke

Schönster Bau bleibt jedoch die großartige backsteingotische Ruine des Klosters Chorin, neun Kilometer nordöstlich Eberswaldes gelegen. Das einmalig schöne, reich gegliederte Westwerk der gotischen Klosterkirche (begonnen 1273) macht die Choriner Abteikirche zum ausgereiftesten Werk der märkischen Backsteingotik. Als Tochterkloster von Lehnin gegründet, war es Hauskloster der Johanneischen Linie der askanischen Markgrafen, wurde 1542 säkularisiert, fürstliches Kammergut, Domänenamt, später Forstverwaltung. Der Dreißigjährige Krieg fügte der imposanten Anlage schwere Schäden zu. In der Folgezeit stürzten die Gewölbe der Klosterkirche ein, weil 1661, um Material für den Bau des Joachimsthalsehen Gymnasiums zu gewinnen, das Dach abgedeckt worden war.

Im 17./18. Jahrhundert wurde das Kloster als "Steinbruch" genutzt. Erst im 19. Jahrhundert begann - angeregt durch Preußens größten Baumeister K. F. Schinkel - die Sicherung der Anlage, die Jahrzehnte später restauriert wurde. Erhalten sind der Westflügel der Klausur, der stark veränderte Kapitelsaal, Fürstensaal, Konversenrefektorium und Klosterkirche, der zweigeschossige Pfortenhausvorbau, der bedeutende westliche Kreuzgangflügel mit Kreuzrippengewölbe auf z. T. figürlichen Konsolen und der (wiederhergestellte) Ostflügel des Kreuzganges. Von den Wirtschaftsgebäuden sind das sog. Brauhaus mit schönem Staffelgiebel und Reste der Mühle erhalten. Eigentlich war das Kloster 1258 auf dem Pehlitzwerder im Parsteiner See gegründet, aber aus bisher nicht restlos geklärten Gründen nach Chorin, nur zehn Kilometer entfernt, verlegt worden. Der aufmerksame Wanderer wird die Fundamente der auf dem Pehlitzwerder begonnenen Kirche des Klosters Mariensee, wie es genannt wurde, finden.


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entnommen aus dem Buch „Das Bundesland Brandenburg", Rita Dadder Verlag 1992

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Kloster Chorin

Amt Chorin 11a
16230 Chorin

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