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Michael Hametner

Kopfkino
15 Gespräche – Ein Porträt des Malers Hans Aichinger
Reihe Ateliergespräche

Seine Bilder lassen an Fotorealismus denken. Hans Aichinger malt so vollkommen, dass eine Augentäuschung möglich ist. Michael Hametner, der den Künstler über mehrere Monate befragt hat, erfährt, wie wenig der Begriff für Aichinger selbst zutrifft. Er hat dem Künstler Kern- und Leitsätze großer Kollegen vorgelegt, zu denen sich Aichinger zustimmend oder ablehnend ins Verhältnis setzt. So entsteht das Porträt eines der ungewöhnlichsten Maler der Leipziger Kunstszene von heute. Aichinger erzählt über seine Bilder, die er sich ausdenkt, im Fotostudio mit Modellen nachstellt und schließlich in einem Akt von Meditation malt. Was entsteht, ist ein bis in die Details hinein perfekt anmutender Realismus.

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Wendisch-deutsche Doppelkirche Vetschau

Wendisch-deutsche Doppelkirche Vetschau

Almut Philipp

Zwei Kirchenschiffe – ein Turm

Durch die schmale Heringsgasse, den Durchgang, der vom Markt zum Kirchplatz mit der Sakristei führt, kann man den Doppelbau der Wendisch-Deutschen Doppelkirche von Vetschau schon erkennen. Hier stehen zwei Kirchen Wand an Wand und teilen sich einen Turm. Es ist einzigartiges Bauensemble aus einer etwa im 13./14. Jahrhundert gebauten Wendischen Kirche und des 1694 beendeten Baus der Deutschen Kirche. Als wir die Kirchen besuchen, werden wir sogleich in einer persönlichen Führung durch die Kirche geleitet und auf die Besonderheiten aufmerksam gemacht. Die wendische Kirche war Jahrhunderte die Hauptkirche der wendischen Dörfer aus dem Umland, der Oberpfarrer predigte wendisch und deutsch. Als Folge der Reformation wurde sie 1540 evangelisch. 1619 brannte die Stadt und mit ihr die Kirche. Die Reste sind am Turmsockel aus Feld- und Raseneisenstein zu sehen. Ihr Nachfolgebau, eine schlichte Kirche aus Backsteinen, entstand nach dem 30-jährigen Krieg, die Schlossherrschaft erhielt eine Schlosskapelle.

Der Landesherr aus Merseburg ließ diese abreißen und eine „ordentliche“ Kirche, die heutige Deutsche Kirche, eine spätbarocke Stadtkirche bauen. Ein aufgerichteter Stern von Bethlehem über einem niedergeworfenen Halbmond an der Turmspitze symbolisiert die abgewendete Türkengefahr. Die Kirchgemeinden wurden zusammengelegt und seit 1977 finden nur noch in der Deutschen Kirche Gottesdienste statt. Einmal im Jahr, am Tag des offenen Denkmals, wird ein Gottesdienst in wendischer Sprache abgehalten.

Wendisch-Deutsche Doppelkirche

Förderverein Wendische Kirche e.V.

Karl-Marx-Straße 45

03226 Vetschau / Spreewald

Tel.: 035433 / 71212

www.vetschau.de


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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