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Eberhard Klöppel

Das Mansfelder Land 1974–1989
Bildband
Mit einem Text von Michael Birkner

Kaum ein Bildreporter hat so intensiv das Geschehen im Mansfelder Land beobachtet wie Eberhard Klöppel. Er begann schon früh zu fotografieren. In seinem Archiv gibt es Tausende Fotos vom Leben in seiner Heimat. Aber wichtigstes Thema waren für ihn Bergbau und Hütten – und vor allem die Menschen, die dort arbeiteten.

Klöppels Fotos zeigen nicht die vermeintliche Tristesse und Resignation, sondern vermitteln Leben. Nie agiert er als Regisseur, sondern konsequent als Beobachter, als Dokumentarist seiner Zeit. Er zeigt, wie es war in diesen Jahren im Mansfelder Land: Ob es der Umzug der Ausgezeichneten am 1. Mai ist, die Hochzeit mit Dreimannkapelle und den tanzenden Gästen, der von Frauen in Kittelschürzen umringte Kosmonaut Sigmund Jähn bei der Autogrammstunde, das Leben in der Mittelstraße in Helbra, das »Dreckschweinfest« der Grunddörfer zu Pfingsten oder auch der Wiesenmarkt in Eisleben.

Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark Lauchhammer

Almut Philipp

Alles begann auf dem Mückenberg

Eben noch hat ein Regenschauer den Schlosspark zu Lauchhammer West zum Glänzen gebracht. Und zwischen den Ligusterhecken, die seit 2002 die Silhouette des verschwundenen Schlosses Mückenberg nachempfinden, flimmern noch die Tropfen. Das um 1716 von der dänisch-deutschen Adligen Benedicta Margaretha Freifrau von Löwendal auf dem Land des Rittergutes Mückenberg errichtete Schloss war 1945 ausgebrannt, die Ruine bis 1969 abgetragen. Wunderbar erhalten und res­tauriert aber sind die 1746 errichtete Schlosskirche bekrönt von Glockenturm und Sonnenuhr samt barocker Parkanlage und der Parkexpress. Der Name Mückenberg lässt es erahnen: Mücken gab es, weil die Ländereien des Gutes sumpfig waren. Das feuchte Land war für Landwirtschaft oder Viehhaltung nicht brauchbar. Genau genommen begann nun hier am südwestlichen Rand der Niederlausitz mit der Trockenlegung eines Sumpfes die einzigartige Geschichte der Industrialisierung der Region.

1723 – bei den Grabungen für ein Sägewerk – wurde Raseneisenerz entdeckt. Die Frei­frau ließ nun ein Eisenhammerwerk an den Lauchteichen: den Lauch(=Sumpf)hammer errichten. Da sie auch das Recht zu mahlen, zu brauen, Branntwein zu brennen, zu schlachten und mit Lebensmitteln zu handeln, erhielt, entfaltete sie ein modernes Unternehmertum, das auch eine betriebliche Selbstversorgung und Betriebswohnungen einschloss. 1776 übernahm der kunstsinnige Detlev Graf von Einsiedel ihr Erbe. Mit ihm avancierte Lauchhammer zum Zentrum des Eisenkunstgusses.

Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark

01979 Lauchhammer-West

www.lauchhammer.de


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Textquelle:

Philipp, Almut: Die Lausitz - die 99 besonderen Seiten der Region: Halle: Mitteldeutscher Verlag, 2018.

Bildquelle:

Almut Philipp.

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Schlosspark Lauchhammer

Schlosspark
01979 Lauchhammer

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