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Winckelmann im Kreise der Gelehrten

Klaus-Werner Haupt

Das Gemälde "Winckelmann im Kreise der Gelehrten in der Nöthnitzer Bibliothek" von Theobald Reinhold Anton Freiherr von Oer steht im Mittelpunkt dieser Abhandlung über Winckelmann. Es dient dem Autor als Vorlage für eine kurze szenische Darstellung, in der die Geisteshaltungen und die Kontroversen der zwölf Gelehrten sichtbar werden.
Insgesamt besteht das Heft aus drei Teilen. Einem Kurzabiss zum Maler von Ohr, dessen Bild im Mittelpunkt steht, dann der szenischen Abhandlung, die das Bild zum Leben erweckt. Anschließend wird in einem wissenschaftlichen Abriss Winckelmann als Wegbereiter der Weimarer Klassik abgehandelt.

Strausberg

Strausberg

Dörte Suhling

Grüne Stadt mit Zukunft

Oft als das „Tor zum Landkreis Märkisch-Oderland“ und einbettet in eine von der letzten Eiszeit geformte wald- und wasserreiche Landschaft des Barnim, liegt die Stadt Strausberg am östlichen Ufer des Straussees, etwa 35 Kilometer östlich von Berlin. In dem beliebten Ort im Speckgürtel der deutschen Hauptstadt leben aktuell rund 27 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Ein großer Teil davon pendelt täglich zur Arbeit in die naheliegende Metropole. Denn Strausberg ist ein Musterbeispiel in Sachen Mobilität. Kaum eine anderer Ort in Brandenburg ist verkehrstechnisch so gut erschlossen.

Das Berliner Zentrum lässt sich von Strausberg aus direkt mit der S-Bahnlinie S5 erreichen. Neben dem Endhaltepunkt der Linie Strausberg Nord gibt es drei weitere Haltestellen in der Stadt. In Strausberg selbst fahren Busse und eine Straßenbahn. Eine Fähre verbindet die beiden Ufer des Straussees. Und viele der Einheimischen sind neben dem Auto oft mit dem Rad oder auch zu Fuß in der landschaftlich reizvollen Umgebung der Stadt unterwegs, in der sich auch der Flugplatz von Strausberg befindet.

Wie Strausberg zu seinem Namen kam

Straußberg wurde erstmals um 1240 unter dem Namen „Struceberch“ urkundlich. Der Name der Stadt ist nicht auf den gleichnamigen Vogel, den Strauß zurückzuführen, auch wenn dieser heute das Wappen der Stadt ziert. Vielmehr soll der Stadtname seinen Ursprung im slawischen Wort „strutch“ (zu Deutsch „Schote) haben. Denn langgestreckt wie eine Schote oder eine schmale Bohne liegt der längliche Straussee in der Landschaft. Mit eine Länge von 15 Kilometern und einer Breite von nur drei Kilometern hat sich die schmale Stadt an seinem Ufer der Form des Sees angepasst.

Aus Feldsteinen errichtet

Georg-Kurtze-Straße in Strausberg
Georg-Kurtze-Straße in Strausberg

Auf der Mitte des 13. Jahrhunderts errichteten Wettiner Burg begann die Besiedlung um Strausberg. Archäologische Funde belegen allerdings schon Wohnstätten slawische Völker in der näheren Umgebung der Stadt. Um die Burg entstanden nach und nach kleinere Häuser und ein Marktplatz, der heute noch diese Funktion erfüllt.

Zum Schutz der neuen Stadt wurde 1254 eine Stadtmauer aus Feldsteinen auf einer Länge von 1600 um die Stadt errichtet. In die Mauer waren 24 Wiekhäuser als Verteidigungsbauten integriert, die so nur in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern vorkamen. Überreste der Stadtmauer sind heute noch erhalten. Das älteste Gebäude von Strausberg ist die Marienkirche, die zu den ältesten Feldsteinkirchen der Mark Brandenburg zählt. Teile der Kirche sind über 750 Jahre alt.

Strausberg als Militärstandort

Nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges beschloss Preußen, eine stehendes Herr zu etablieren. Aufgrund seiner strategisch günstigen Lange auf halben Wege zwischen Berlin und der Oder und weit genug entfernt von Sachsen fiel bei der Standortsuch die Wahl auf Strausberg. So wurde die Stadt 1714 offiziell Garnisonsstadt. Mit dieser Entscheidung begann eine rege Bautätigkeit in der Stadt. Es entstanden nicht nur Kasernen oder andere militärische Bauten, sondern auch die Badeanstalt mit der Promenade, die Fähre sowie Schulen und andere soziale Infrastruktur. Ende des 19. Jahrhundert wurde Strausberg an die Eisenbahnstrecke Berlin-Küstrin angebunden.

In Vorbereitung des Zweiten Weltkrieges stieg die Bedeutung Strausbergs mit dem Bau eines Militärflugplatzes im Norden der Stadt nochmal. Daneben nahmen zwei Rüstungsbetriebe in Strausberg ihre Produktion auf.

Zu DDR-Zeiten waren in Strausberg sowohl Einheiten der kasernierten Volkspolizei, der Nationalen Volksarmee (NVA) sowie des Verteidigungsministeriums angesiedelt. Von 1956 bis 1991 war Strausberg die Kommandozentrale für alle NVA-Truppen in der DDR. Heute ist die Bundeswehr der größte Arbeitgeber in der Stadt. Sie unterhält in Strausberg zwei Kasernen und ein Weiterbildungscampus, der deutschlandweit genutzt wird.

Der Straussee und seine Fähre

Der Straussee gehört zu den in der letzten Eiszeit, dem Weichselglazial, entstandenen Rinnenseen in Brandenburg. Er ist 3,8 Kilometer lang, nur rund 300 Meter breit und bis zu 20 Metern tief. Das Wasser des Sees ist sehr klar, sauber und äußerst fischreich. Insbesondere im Sommer ist der See für Badefreunde, Taucher und Angler schon lange kein Geheimtipp mehr Bei Sichttiefen bis zu sieben Meter können auch Laien den einen oder anderen Fisch im Wasser verfolgen oder den See und seine Umgebung auf insgesamt neun Kilometern Uferwanderwegen erkunden. Seit 2011 allerdings verliert der See dramatisch an Wasser. Bis Ende 2019 ist die Wasserhöhe um 1,20 Meter gesunden. Das Freibad musste schließen, der Schilfgürtel vertrocknet. Die Ursache für den Wasserrückgang konnte bisher noch nicht gefunden werden.

An der schmalsten Stelle des See verbindet seit 1894 die Strausseefähre die beiden Seeufer. Seit 1914 wird die Fähre elektrisch über eine freigespannte Oberleitung betrieben, und das ist einzigartig in Deutschland.

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Bildquellen:
Strausberg, von Pantona - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36...

Georg-Kurtze-Straße in Strausberg Von Arbalete - Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=54...

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