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Grit Poppe
Angstfresser
Roman

Br., 130 × 210 mm, 352 S.
ISBN 978-3-96311-239-3

Erschienen: Februar 2020


Angstfresser, der (lat. Hirudo Timor), blutegelähnlicher Parasit, der in der traditionellen chinesischen Medizin als Therapie gegen Angst- und Panik­zustände sowie Traumata eingesetzt wird. Auf anfängliche Nebenwirkungen wie Albträume, Halluzinationen, Wiedererleben früherer Gefühlszustände folgen rapide, kontinuierliche Therapieerfolge.

Scheinbar.
Kyra, eine labile junge Frau, die an den Gespenstern ihrer Vergangenheit zu zerbrechen droht, sieht die Therapie mithilfe eines Hirudo Timors als ihre letzte Chance, sich von ihren Ängsten zu befreien.
Doch was ist Schreckliches passiert, dass jedwede Erinnerung an ihre Kindheit aus ihrem Gedächtnis wie ausgelöscht erscheint?
Nach und nach kann sie sich von ihren posttraumatischen Belastungsstörungen befreien. Doch plötzlich kehren die Erinnerungen zurück und die Vergangenheit holt sie wieder ein …

Wortgewaltig, aber auch sensibel reißt Grit Poppe die Leser in einen Strudel aus Angst, Schuld und Surrealität.

Hans Otto Theater

Hans Otto Theater

Andreas Jüttemann

Schauspiel in einer Muschel

Mit der Oper in Sydney wird das neue rote Gebäude, das einer Muschel ähnelt, gerne verglichen, liegt das Hans Otto Theater doch direkt am Wasser, auch wenn es kein Ozean, sondern „nur“ der Tiefe See ist. Das Theater steht in direkter Nachfolge des Königlichen Schauspielhauses, welches 1795 von Friedrich Wilhelm II. eröffnet wurde. Die alte Spielstätte – aufgrund ihrer Lage auch „Kanaloper“ genannt – wurde im letzten Krieg stark beschädigt. 1946 wurde dann ein neues brandenburgisches Landestheater gegründet, welches in einer ehemaligen Gastwirtschaft in der Zimmerstraße zunächst provisorisch den Spielbetrieb aufnahm. 1952 erfolgte die Umbenennung in Hans Otto Theater, nach einem von den Nazis ermordeten kommunistischen Schauspieler. Seit dieser Zeit war ein Neubau für das Theater geplant. Ursprünglich war die Eröffnung für das Jahr 1993 vorgesehen, die Wende verhinderte dies jedoch. Ein bereits entstandener Rohbau wurde abgerissen, außerdem war das Provisorium in der Zimmerstraße baufällig, sodass das Theater von 1992 bis 2006 in einer als „Blechbüchse“ bezeichneten Notunterkunft am Alten Markt residierte. Im September 2006 erfolgte dann die Eröffnung des roten Theaterneubaus am neuen Kulturstandort Schiffbauergasse. Das Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Gottfried Böhm errichtet. Es bietet Platz für 485 Zuschauer, der Saal kann beliebig abgesenkt oder umgebaut werden. Die Inszenierungen locken allabendlich viele Potsdamer und Gäste aus der Region in das moderne Theater.

Weitere Informationen:

Hans Otto Theater

Schiffbauergasse 11

14467 Potsdam

Tel.: 0331 / 98110

https://www.hansottotheater.de/

*****

Bild- und Textquelle:

Jüttemann, Andreas: Potsdam: Die 99 besonderen Seiten der Stadt, 2015, Halle (Saale): mdv Mitteldeutscher Verlag GmbH, Halle (Saale)

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